Computertomografie (CT)

Die Computertomografie (CT) am Zuger Kantonsspital erzeugt mit Röntgenstrahlen und leistungsstarker Rechentechnik detaillierte Schnittbilder des Körpers bis hin zur dreidimensionalen Darstellung anatomischer Strukturen. Dabei rotiert die Röntgenröhre sehr schnell um Sie und erfasst zahlreiche Messdaten aus verschiedenen Winkeln. Intelligente Dosismodulation und hochauflösende Detektoren sorgen für exzellente Bildqualität bei möglichst geringer Strahlenbelastung. Weil die Untersuchung sehr schnell geht, spielt die CT in der Notfallmedizin eine zentrale Rolle.

Häufig gestellte Fragen 

Zur Untersuchung

Einsatzbereich

Die CT kommt bei sehr unterschiedlichen Fragestellungen zum Einsatz, unter anderem bei Kopfverletzungen, akuten Blutungen, Erkrankungen der Lunge, des Bauchraums und des Skeletts sowie bei Gicht und Knochenmarksödemen. Auch bei Gefässerkrankungen und zur Verlaufskontrolle nach Operationen oder Therapien spielt sie eine wichtige Rolle. Dank der kurzen Untersuchungszeit ermöglicht sie rasche medizinische Entscheidungen und wird deshalb häufig in der Notfallmedizin eingesetzt.

In der interventionellen Radiologie liefert die CT hochauflösende Bilder zur Planung und Durchführung von Eingriffen, zum Beispiel bei Biopsien, Drainageanlagen bei Infektionen oder Infiltrationen zur Schmerztherapie.

Kontrastmittel

Die Untersuchung ist ohne oder mit Kontrastmittel möglich. Ein Kontrastmittel setzen wir nur ein, wenn es für die Diagnose einen zusätzlichen medizinischen Nutzen bringt.

Das jodhaltige Kontrastmittel macht Entzündungen, Tumoren und Durchblutungsstörungen besser sichtbar, sodass sich Veränderungen genauer beurteilen und Diagnosen präziser stellen lassen. Verabreicht wird es meist über eine Vene, je nach Fragestellung auch als Trinklösung oder als Einlauf.

Nach der Untersuchung scheiden die Nieren das Kontrastmittel aus. Ausreichendes Trinken unterstützt diesen Vorgang. Bei normaler Nierenfunktion sind 90–95 % innerhalb von 24 Stunden ausgeschieden, ein grosser Teil bereits nach wenigen Stunden. Wie lange die vollständige Ausscheidung dauert, hängt unter anderem von Nierenfunktion, Alter, Trinkmenge und weiteren individuellen Faktoren ab. Ihren Alltag können Sie nach der Kontrastmittelgabe in der Regel uneingeschränkt fortsetzen.

Moderne CT-Kontrastmittel sind sehr gut verträglich. Informieren Sie uns vor der Untersuchung über Allergien – insbesondere gegen Jod –, Nierenfunktionsstörungen, Schilddrüsenerkrankungen oder andere Vorerkrankungen, damit wir die Untersuchung optimal anpassen können. Allergische Reaktionen sind selten. Wir sind darauf vorbereitet und leiten bei Bedarf sofort die notwendigen Massnahmen ein.

Während der Untersuchung

Schon kleinste Bewegungen können die Bildqualität beeinträchtigen und dazu führen, dass Aufnahmen wiederholt werden müssen. Dadurch kann eine zusätzliche Strahlenbelastung entstehen. Nehmen Sie deshalb eine entspannte Liegeposition ein und bleiben Sie möglichst ruhig liegen. Unser Personal sorgt mit geeigneten Lagerungshilfen dafür, dass Ihre Position stabil ist und Bewegungen bestmöglich reduziert werden.

Wie lange die Untersuchung dauert, richtet sich nach Körperregion und Fragestellung und liegt in der Regel zwischen 5 und 20 Minuten. Über eine Gegensprechanlage erreichen Sie unser Personal jederzeit.

Nach der Untersuchung

Wurde kein Kontrastmittel verabreicht, können Sie Ihren Alltag in der Regel direkt wie gewohnt fortsetzen.

Wurde Kontrastmittel eingesetzt, nehmen Sie Ihre normalen Aktivitäten ebenfalls wieder auf. Wir empfehlen, ausreichend zu trinken, damit es rascher über die Nieren ausgeschieden wird. Treten ungewöhnliche Beschwerden wie Hautausschlag, Atemnot oder anhaltendes Unwohlsein auf, wenden Sie sich bitte an eine medizinische Fachperson.

Zu besonderen Ereignissen

Bleischürzen

Die Radiologie hat sich in den letzten Jahren technisch stark weiterentwickelt. Moderne Geräte ermöglichen heute eine deutlich geringere Strahlenbelastung und bieten damit einen wirksameren Schutz, als es Bleischürzen für Patientinnen und Patienten je könnten.

Aufgrund dieser Entwicklung und neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse empfehlen Fachgesellschaften, in der Radiologie auf Bleischürzen bei Patientinnen und Patienten zu verzichten.

Für unser medizinisches Personal gelten weiterhin andere Voraussetzungen: Da es regelmässig in der Nähe von Strahlenquellen arbeitet, bleiben Schutzmittel wie Bleischürzen eine wichtige Massnahme, um die berufliche Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten.

Strahlenbelastung

Röntgenstrahlen gehören zur ionisierenden Strahlung, der wir auch im Alltag durch natürliche Quellen wie Umwelt, Boden, Gestein und Nahrung ausgesetzt sind. Unser Körper verfügt deshalb über eigene Schutz- und Reparaturmechanismen, um mögliche Zellschäden zu beheben.

Vor jeder Untersuchung wägen wir sorgfältig ab, ob der medizinische Nutzen die mögliche Strahlenbelastung überwiegt. Moderne Geräte passen die Strahlendosis automatisch an die jeweilige Untersuchung an und setzen nur so viel Strahlung ein, wie für eine sichere und präzise Diagnose nötig ist.

Unser Ziel ist eine optimale Bildqualität bei möglichst geringer Strahlenbelastung.

Schwangerschaft

Sind Sie schwanger oder besteht der Verdacht auf eine Schwangerschaft? Bitte informieren Sie uns unverzüglich. In diesem Fall nehmen wir eine erneute Nutzen-Risiko-Abwägung vor. Die Untersuchung führen wir nur durch, wenn sie unter Berücksichtigung aller Schutzmassnahmen für das ungeborene Kind medizinisch vertretbar ist.

Dialysepflichtige Patientinnen und Patienten

Bitte informieren Sie uns, wenn Sie dialysepflichtig sind. Nach der Kontrastmittelgabe planen wir eine Dialyse, da das Kontrastmittel nicht ausreichend über die Nieren ausgeschieden werden kann. Den Ablauf stimmen wir individuell mit Ihnen ab.

Allergien & Vorerkrankungen

Ist bei Ihnen eine Allergie oder eine frühere allergische Reaktion auf jodhaltiges Kontrastmittel bekannt, informieren Sie uns bitte vor der Untersuchung.

Falls nötig, erhalten Sie vorab eine medikamentöse Vorbereitung (Prämedikation), um das Risiko einer allergischen Reaktion zu senken. Diese Medikamente können müde machen. Deshalb dürfen Sie danach während zwölf Stunden kein Fahrzeug lenken und keine Maschinen bedienen und sollten sich nach Möglichkeit von einer Begleitperson nach Hause bringen lassen.

Leiden Sie an einer Schilddrüsenüberfunktion, sprechen Sie bitte vor der CT-Untersuchung mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt. Gegebenenfalls ist vorab eine medikamentöse Vorbereitung notwendig.

Arzt und Fachverantwortliche

Gerätschaften