Fluoroskopie

Die Fluoroskopie – auch Durchleuchtung genannt – zeigt das Körperinnere mit Röntgenstrahlen in Echtzeit. Statt einzelner Aufnahmen entstehen bewegte Bilder, auf denen sich Organe, Gelenke und der Verlauf von Kontrastmitteln direkt beobachten lassen. So unterstützt sie am Zuger Kantonsspital die Diagnostik ebenso wie minimalinvasive Eingriffe – schnell, präzise und mit möglichst geringer Strahlenbelastung.

Häufig gestellte Fragen 

Zur Untersuchung

Einsatzbereich

Typische Anwendungsbereiche sind Schluckuntersuchungen der Speiseröhre, Untersuchungen des Magen-Darm-Trakts mit Kontrastmittel sowie Arthrografien. Bei einer Arthrografie wird Kontrastmittel gezielt in ein Gelenk injiziert, um zusätzliche Informationen für die anschliessende Beurteilung im MRI oder CT zu gewinnen.

Kontrastmittel

Je nach Untersuchungsart kommen unterschiedliche Kontrastmittel zum Einsatz.

Bei Arthrografien wird das Kontrastmittel direkt in ein Gelenk injiziert. Je nach Fragestellung verwenden wir jodhaltiges Kontrastmittel für CT-Untersuchungen oder gadoliniumhaltiges Kontrastmittel für MRI-Untersuchungen, um Gelenkstrukturen wie Knorpel, Bänder und Sehnen besser beurteilen zu können.

Für Untersuchungen des Magen-Darm-Trakts kommt häufig Bariumsulfat zum Einsatz. Es wird getrunken oder über eine Sonde verabreicht und macht Schleimhäute sowie Bewegungsabläufe sichtbar.

Jod- und gadoliniumhaltige Kontrastmittel scheiden die Nieren mit dem Urin aus; bei normaler Nierenfunktion verlassen sie den Körper innerhalb weniger Stunden bis Tage. Bariumsulfat wird nicht aufgenommen, sondern über den Stuhl ausgeschieden und verlässt den Körper meist innerhalb weniger Tage.

Kontrastmittel werden in der Regel gut vertragen. Selten treten allergieähnliche Reaktionen wie Hautausschlag, Juckreiz oder Übelkeit auf. Unser medizinisches Team ist auf solche Situationen vorbereitet.

Während der Untersuchung

Bei einer Untersuchung des Magen-Darm-Trakts trinken Sie das Kontrastmittel. Währenddessen nehmen wir mithilfe der Fluoroskopie bewegte Röntgenbilder in Echtzeit auf, um Transport und Bewegungsabläufe des Kontrastmittels zu beurteilen. Je nach untersuchter Region dauert die Untersuchung in der Regel etwa 15 bis 30 Minuten.

Bei einer Arthrografie injizieren wir nach einer lokalen Betäubung unter sterilen Bedingungen ein Kontrastmittel direkt in das Gelenk. Die korrekte Position der Nadel kontrollieren wir dabei mithilfe der Fluoroskopie. Anschliessend folgt je nach Fragestellung eine weiterführende Untersuchung mittels CT oder MRI. Die Arthrografie selbst dauert in der Regel etwa 15 Minuten.

Zu besonderen Ereignissen

Schwangerschaft

Sind Sie schwanger oder besteht der Verdacht auf eine Schwangerschaft? Bitte informieren Sie uns unverzüglich. In diesem Fall nehmen wir eine erneute Nutzen-Risiko-Abwägung vor. Die Untersuchung führen wir nur durch, wenn sie unter Berücksichtigung aller Schutzmassnahmen für das ungeborene Kind medizinisch vertretbar ist.

Bleischürzen

Die Radiologie hat sich in den letzten Jahren technisch stark weiterentwickelt. Moderne Geräte ermöglichen heute eine deutlich geringere Strahlenbelastung und bieten damit einen wirksameren Schutz, als es Bleischürzen für Patientinnen und Patienten je könnten.

Aufgrund dieser Entwicklung und neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse empfehlen Fachgesellschaften, in der Radiologie auf Bleischürzen bei Patientinnen und Patienten zu verzichten.

Für unser medizinisches Personal gelten weiterhin andere Voraussetzungen. Da es regelmässig in der Nähe von Strahlenquellen arbeitet, bleiben Schutzmittel wie Bleischürzen eine wichtige Massnahme, um die berufliche Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten.

Ärzteteam und Fachverantwortliche

Gerätschaften

Philips Azurion FlexArm ClarityIQ