Magnetresonanztomografie (MRI)

Die Magnetresonanztomografie (MRI) ist ein modernes Schnittbildverfahren, das hochauflösende Aufnahmen des Körpers ermöglicht und ganz ohne Röntgenstrahlen auskommt. Statt Strahlung nutzt sie ein starkes Magnetfeld. Besonders gut eignet sie sich zur Untersuchung von Gehirn, Wirbelsäule, Gelenken, Muskeln, Organen und Blutgefässen. Dank modernster Gerätetechnik und KI-gestützter Bildrekonstruktion erhalten wir präzise Bilder bei möglichst kurzer Untersuchungszeit.

Häufig gestellte Fragen

Zur Untersuchung

Einsatzbereich

Die MRI stellt vor allem Gewebe mit hohem Wassergehalt detailliert dar, zum Beispiel Gehirn, Rückenmark, Nerven und Bandscheiben. Auch Knorpel, Meniskus, Bänder, Sehnen, Muskeln, Knochenmark, Brust, Herz, Bauchorgane inkl. der Prostata und Blutgefässe lassen sich damit sehr gut sichtbar machen.

Kontrastmittel

Ein Kontrastmittel setzen wir nur ein, wenn es für die Diagnose einen zusätzlichen medizinischen Nutzen bringt. Andernfalls erfolgt die Untersuchung ohne Kontrastmittel.

Das verwendete gadoliniumhaltige Kontrastmittel wird über eine Vene verabreicht. Es verbessert die Darstellung von Entzündungen, Tumoren und Durchblutungsstörungen und ermöglicht so eine genauere Beurteilung und präzisere Diagnose.

Nach der Untersuchung wird das Kontrastmittel überwiegend über die Nieren ausgeschieden, je nach Präparat zu einem kleinen Teil auch über Galle und Darm. Ausreichendes Trinken unterstützt die Ausscheidung. Bei normaler Nierenfunktion sind 90–95 % innerhalb von 24 Stunden ausgeschieden. Die vollständige Ausscheidung hängt unter anderem von Nierenfunktion, Alter, Trinkmenge und weiteren individuellen Faktoren ab.

Nach der Kontrastmittelgabe können Sie Ihren Alltag in der Regel ohne Einschränkungen fortsetzen und zum Beispiel Auto fahren oder Sport treiben.

Moderne MRI-Kontrastmittel sind meist gut verträglich. Bitte informieren Sie uns vor der Untersuchung über Allergien, Nierenfunktionsstörungen oder andere Vorerkrankungen, damit wir die Untersuchung optimal auf Ihre Situation abstimmen können. Allergische Reaktionen sind selten. Treten sie auf, leiten wir umgehend die erforderlichen Massnahmen ein.

Während der Untersuchung

Schon kleine Bewegungen können die Aufnahmen beeinträchtigen und dazu führen, dass einzelne Bilder wiederholt werden müssen. Das verlängert die Untersuchung. Nehmen Sie deshalb eine entspannte Liegeposition ein und bleiben Sie ruhig liegen, um auch kleinste Bewegungen zu vermeiden.

Durch die schnellen Schaltvorgänge erzeugt das MRI-Gerät laute Klopf- und Brummgeräusche. Diese sind normal und ungefährlich. Zu Ihrem Schutz erhalten Sie einen doppelten Gehörschutz aus Ohrstöpseln und Kopfhörern. Je nach Untersuchung können Sie über die Kopfhörer auch Musik hören.

Wie lange die Untersuchung dauert, richtet sich nach Körperregion und Fragestellung und beträgt in der Regel 15 bis 60 Minuten. Über eine Notfallglocke erreichen Sie unser Personal jederzeit.

Nach der Untersuchung

Wurde kein Kontrastmittel verabreicht, können Sie Ihren Alltag in der Regel direkt wie gewohnt fortsetzen.

Wurde Kontrastmittel eingesetzt, nehmen Sie Ihre normalen Aktivitäten ebenfalls wieder auf. Wir empfehlen, ausreichend zu trinken, damit es rascher über die Nieren ausgeschieden wird. Treten ungewöhnliche Beschwerden wie Hautausschlag, Atemnot oder anhaltendes Unwohlsein auf, wenden Sie sich bitte an eine medizinische Fachperson.

Zu besonderen Ereignissen

Platzangst

Wenn Sie unter Platzangst leiden, informieren Sie uns bitte vor der Untersuchung, damit wir Sie bestmöglich unterstützen können. Die MRI-Röhre ist während der gesamten Untersuchung hell, offen und gut belüftet. Über eine Notfallglocke erreichen Sie das Personal jederzeit.

Unser speziell geschultes Personal begleitet Sie einfühlsam durch die Untersuchung. Zur Unterstützung stehen beruhigende Massnahmen wie Lavendelöl, Beruhigungsmedikamente oder physische Hilfsmittel bereit. Nach der Gabe von Beruhigungsmedikamenten benötigen Sie eine Begleitperson und dürfen während zwölf Stunden weder Auto fahren noch Maschinen bedienen.

Herzschrittmacher & Metallimplantate

Metallische Gegenstände wie Schmuck, Uhren oder Piercings dürfen nicht in den Untersuchungsraum mitgenommen werden. Sie können Verletzungen verursachen und die Bildqualität beeinträchtigen, sodass Veränderungen im betroffenen Bereich unter Umständen nicht erkennbar sind. Legen Sie daher vor der Untersuchung sämtlichen abnehmbaren Schmuck ab.

Bitte informieren Sie uns vorab über einen Herzschrittmacher oder andere Metallimplantate, damit wir die Untersuchung entsprechend vorbereiten können. Herzschrittmacher müssen vorgängig in den MRI-Modus umgestellt werden. Auch weitere Implantate wie Hörgeräte, Gelenkprothesen, Insulinpumpen oder Defibrillatoren geben Sie uns bitte im Voraus an.

Schwangerschaft

Bitte informieren Sie uns über eine bestehende oder vermutete Schwangerschaft. Im ersten Trimester führen wir eine MRI in der Regel nur bei dringender medizinischer Indikation durch.

Dialysepflichtige Patientinnen und Patienten

Bitte informieren Sie uns, wenn Sie dialysepflichtig sind. Nach der Kontrastmittelgabe planen wir eine Dialyse, da das Kontrastmittel nicht ausreichend über die Nieren ausgeschieden werden kann. Den Ablauf stimmen wir individuell mit Ihnen ab.

Allergien

Ist bei Ihnen eine Allergie oder eine frühere allergische Reaktion auf MRI-Kontrastmittel bekannt, informieren Sie uns bitte vor der Untersuchung.

Falls nötig, erhalten Sie vorab eine medikamentöse Vorbereitung (Prämedikation), um das Risiko einer allergischen Reaktion zu senken. Diese Medikamente können müde machen. Deshalb dürfen Sie danach während zwölf Stunden kein Fahrzeug lenken und keine Maschinen bedienen und sollten sich nach Möglichkeit von einer Begleitperson nach Hause bringen lassen.

Ärzteteam

Fachverantwortliche

Gerätschaften