Untersuchungsablauf
Die Untersuchung dauert in der Regel etwa 20 Minuten.
Nach dem Entkleiden des Oberkörpers und dem Entfernen eventuell vorhandener Kosmetika in der Umkleidekabine wird die Brust für die Aufnahme auf der Untersuchungsplatte positioniert.
Kompression der Brust
Während der Untersuchung wird die Brust für wenige Sekunden komprimiert. Dies kann als unangenehm empfunden werden, ist jedoch ein wichtiger Bestandteil der Untersuchung und trägt wesentlich zu einer sicheren und präzisen Diagnostik bei.
Die Kompression bietet mehrere entscheidende Vorteile:
- Optimale Bildqualität: Durch die sanfte Kompression wird das Brustgewebe gleichmässig verteilt, Gewebeüberlagerungen reduziert und selbst kleinste Veränderungen zuverlässig erkannt.
- Geringere Strahlenbelastung: Je flacher die Brust positioniert ist, desto geringer ist die benötigte Strahlendosis für eine hochwertige Aufnahme.
- Scharfe und aussagekräftige Aufnahmen: Die Kompression reduziert Bewegungen während der Aufnahme und verhindert so unscharfe Bilder. Wiederholungsaufnahmen sind dadurch meist nicht erforderlich.
Die Kompression dauert nur wenige Sekunden und wird unmittelbar nach der Aufnahme automatisch wieder gelöst. Unser erfahrenes Fachpersonal begleitet Sie während der gesamten Untersuchung und sorgt dafür, dass diese so angenehm wie möglich verläuft.
Röntgenaufnahmen
Anschliessend werden von jeder Brust Röntgenaufnahmen in zwei Ebenen aufgenommen, sodass mindestens vier Bilder entstehen.
Die erste Aufnahme zeigt die Brust von oben nach unten (kraniokaudale Projektion). Die zweite Aufnahme bildet die Brust seitlich ab (mediolaterale Projektion). Diese wird mithilfe der Tomosynthese durchgeführt, einer Technik, die Gewebeüberlagerungen reduziert. Dabei wird mit unserem Gerät für die Tomosynthese die gleiche Strahlendosis wie bei einer herkömmlichen 2D-Aufnahme verwendet. Bei anderen Geräten kann die Strahlendosis bis zu 1,5-mal höher sein.
Die Kombination der verschiedenen Aufnahmerichtungen erlaubt eine umfassende Darstellung der Brust. Dadurch können Veränderungen oder Auffälligkeiten zuverlässiger erkannt und genauer beurteilt werden.
Während der kurzen Aufnahmezeit ist es wichtig, ruhig stehen zu bleiben. Anschliessend werden die Bilder digital verarbeitet und radiologisch sorgfältig ausgewertet.
Ultraschall
Je nach individueller Fragestellung kann die Mammografie durch eine Ultraschalluntersuchung der Brust ergänzt werden. Diese erfolgt, wenn erforderlich, direkt im Anschluss und trägt zu einer umfassenden diagnostischen Beurteilung bei. Der Brustultraschall wird von der Radiologin oder dem Radiologen persönlich durchgeführt. Dabei haben Sie gleichzeitig die Möglichkeit, offene Fragen im persönlichen Gespräch zu klären.