Mammografie

Die Mammografie ist die zentrale Untersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs und zur Abklärung von Veränderungen in der Brust. Als Brustzentrum setzen wir auf moderne 3D-Mammografie (Tomosynthese) in Niedrigdosis-Technik und hochauflösende Sensorik. Wir verbinden präzise Früherkennung mit einer ruhigen, angstfreien Atmosphäre, in der Sie sich gut aufgehoben fühlen. Während der Untersuchung sind wir für Sie da und erklären wir Ihnen jeden Schritt.

Unsere Stärken im Brustzentrum

Wir arbeiten mit einer modernen Diagnostik-Plattform, Breast Care Nurses und einem internen wie externen Netzwerk. Jede Untersuchung wird nach dem Vier-Augen-Prinzip beurteilt. Bei Bedarf ergänzen wir die Mammografie durch einen Brustultraschall und führen bildgesteuerte Gewebeentnahmen (Biopsien) sowie Drahtmarkierungen vor Operationen durch. So erhalten Sie rasch Klarheit und die Begleitung, die für Sie passt.

Unsere Räume sind freundlich gestaltet. Während der Untersuchung passen wir die Kompression der Brust individuell an, damit die Mammografie so angenehm wie möglich verläuft

Häufig gestellte Fragen 

Einsatzbereich

Die Mammografie dient vorrangig zur Früherkennung von Brustkrebs (Mammakarzinom) und zur Abklärung von unklaren Symptomen wie Knoten oder Gewebeveränderungen. Zudem wird sie zur Beurteilung von Auffälligkeiten im Brustgewebe eingesetzt und unterstützt interventionelle Eingriffe, wie gezielte Gewebeproben (Biopsien) unter Bildkontrolle.

Zu beachten bei der Terminwahl

Bei Frauen mit regelmässigem Menstruationszyklus liegt der optimale Zeitpunkt für eine Mammografie während der Menstruation oder in der ersten Woche danach (etwa zwischen dem 1. und 10. Zyklustag). In dieser Phase ist das Brustgewebe weicher, enthält weniger Flüssigkeit und ist in der Regel weniger druckempfindlich.

Nach den Wechseljahren spielt der Zeitpunkt der Untersuchung innerhalb des Monats keine Rolle mehr.

Bei akuten Beschwerden wie Brustschmerzen, einem tastbaren Knoten oder anderen Veränderungen sollte die Untersuchung unabhängig vom Menstruationszyklus zeitnah durchgeführt werden.

Vorbereitung Zuhause

Für eine möglichst präzise Beurteilung Ihrer Mammografie bitten wir Sie, am Tag der Untersuchung im Brust- und Achselbereich auf Deodorant, Puder, Bodylotion, Cremes oder Salben zu verzichten.

Viele dieser Produkte enthalten feine Aluminium- oder Mineralpartikel, die auf den Röntgenaufnahmen sichtbar werden können. Diese Rückstände können Mikrokalk vortäuschen – ein Befund, der auch ein frühes Anzeichen von Brustkrebs sein kann. Um Fehlinterpretationen und unnötige Zusatzuntersuchungen zu vermeiden, ist eine saubere und produktfreie Haut im Untersuchungsbereich wichtig.

Sie müssen an Ihrem Untersuchungstag selbstverständlich nicht auf Frische verzichten. Wir haben in unseren Umkleidekabinen alles für Sie vorbereitet:

  • Reinigungsmöglichkeiten: Es stehen hautschonende Waschlotionen und frische Handtücher für Sie bereit, mit denen Sie aufgetragenes Deo oder Lotionen vor der Untersuchung ganz entspannt entfernen können.
  • Frische für danach: Direkt nach der Untersuchung können Sie sich in der geschützten Atmosphäre der Kabine wie gewohnt frisch machen. Ein hautfreundliches Deodorant liegt dort ebenfalls für Sie bereit.

Untersuchungsablauf

Untersuchungsablauf

Die Untersuchung dauert in der Regel etwa 20 Minuten.

Nach dem Entkleiden des Oberkörpers und dem Entfernen eventuell vorhandener Kosmetika in der Umkleidekabine wird die Brust für die Aufnahme auf der Untersuchungsplatte positioniert.

Kompression der Brust

Während der Untersuchung wird die Brust für wenige Sekunden komprimiert. Dies kann als unangenehm empfunden werden, ist jedoch ein wichtiger Bestandteil der Untersuchung und trägt wesentlich zu einer sicheren und präzisen Diagnostik bei.

Die Kompression bietet mehrere entscheidende Vorteile:

  • Optimale Bildqualität: Durch die sanfte Kompression wird das Brustgewebe gleichmässig verteilt, Gewebeüberlagerungen reduziert und selbst kleinste Veränderungen zuverlässig erkannt.
  • Geringere Strahlenbelastung: Je flacher die Brust positioniert ist, desto geringer ist die benötigte Strahlendosis für eine hochwertige Aufnahme.
  • Scharfe und aussagekräftige Aufnahmen: Die Kompression reduziert Bewegungen während der Aufnahme und verhindert so unscharfe Bilder. Wiederholungsaufnahmen sind dadurch meist nicht erforderlich.

Die Kompression dauert nur wenige Sekunden und wird unmittelbar nach der Aufnahme automatisch wieder gelöst. Unser erfahrenes Fachpersonal begleitet Sie während der gesamten Untersuchung und sorgt dafür, dass diese so angenehm wie möglich verläuft.

Röntgenaufnahmen

Anschliessend werden von jeder Brust Röntgenaufnahmen in zwei Ebenen aufgenommen, sodass mindestens vier Bilder entstehen.

Die erste Aufnahme zeigt die Brust von oben nach unten (kraniokaudale Projektion). Die zweite Aufnahme bildet die Brust seitlich ab (mediolaterale Projektion). Diese wird mithilfe der Tomosynthese durchgeführt, einer Technik, die Gewebeüberlagerungen reduziert. Dabei wird mit unserem Gerät für die Tomosynthese die gleiche Strahlendosis wie bei einer herkömmlichen 2D-Aufnahme verwendet. Bei anderen Geräten kann die Strahlendosis bis zu 1,5-mal höher sein.

Die Kombination der verschiedenen Aufnahmerichtungen erlaubt eine umfassende Darstellung der Brust. Dadurch können Veränderungen oder Auffälligkeiten zuverlässiger erkannt und genauer beurteilt werden.

Während der kurzen Aufnahmezeit ist es wichtig, ruhig stehen zu bleiben. Anschliessend werden die Bilder digital verarbeitet und radiologisch sorgfältig ausgewertet.

Ultraschall

Je nach individueller Fragestellung kann die Mammografie durch eine Ultraschalluntersuchung der Brust ergänzt werden. Diese erfolgt, wenn erforderlich, direkt im Anschluss und trägt zu einer umfassenden diagnostischen Beurteilung bei. Der Brustultraschall wird von der Radiologin oder dem Radiologen persönlich durchgeführt. Dabei haben Sie gleichzeitig die Möglichkeit, offene Fragen im persönlichen Gespräch zu klären.

Brustimplantate

Für Frauen mit Brustimplantaten stehen am Zuger Kantonsspital Sicherheit und diagnostische Präzision im Mittelpunkt. Daher empfehlen wir nach einer Brustimplantation in der Regel eine Magnetresonanztomographie (MRT) der Brust. Das Brust-MRT gilt als Goldstandard in der bildgebenden Diagnostik: Es kommt ohne Röntgenstrahlung aus, belastet die Implantate nicht durch Druck und ermöglicht eine besonders präzise Beurteilung des Brustgewebes sowie der Implantate.

Ihr Wohlbefinden ist uns dabei besonders wichtig. Sollten Sie kein Brust-MRT wünschen – beispielsweise aufgrund von Platzangst oder aus anderen persönlichen Gründen – besprechen wir gemeinsam mit Ihnen geeignete Alternativen. Je nach individueller Fragestellung kann eine Kombination aus hochauflösendem Brustultraschall und spezialisierter Mammografie eine sinnvolle Alternative darstellen. Unser erfahrenes Team berät Sie umfassend und findet gemeinsam mit Ihnen die für Sie passende Untersuchungsmethode.

Schwangerschaft

Sind Sie schwanger oder besteht der Verdacht auf eine Schwangerschaft? Bitte informieren Sie uns unverzüglich. In diesem Fall erfolgt eine erneute Nutzen-Risiko-Abwägung. Die Untersuchung wird nur durchgeführt, wenn sie unter Berücksichtigung aller Schutzmassnahmen zum Schutz des ungeborenen Kindes medizinisch vertretbar ist.

Kantonales Screening-Programm

Im Jahr 2026 hat der Kanton Zug die Arbeiten zur Einführung eines kantonalen Brustkrebs-Screening-Programms aufgenommen. Ziel dieses Programms ist es, Brustkrebs möglichst früh zu erkennen und damit die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung zu verbessern.

Das organisierte Screening richtet sich an Frauen zwischen 50 und 75 Jahren und ermöglicht regelmässige Mammografie-Untersuchungen nach einem einheitlichen Qualitätsstandard.

Die Radiologie des Zuger Kantonsspitals unterstützt dieses wichtige Angebot mit ihrer Erfahrung und Fachkompetenz in der Brustbildgebung.

Mehr Informationen unter Swiss Cancer Screening.

Gewebeproben (Biopsien)

Mithilfe moderner Ultraschall- und Mammografieverfahren können auffällige Gewebeveränderungen in der Brust präzise lokalisiert werden. Bei Bedarf werden unter Bildkontrolle Biopsien entnommen, um diese anschliessend im Labor untersuchen zu lassen und eine genaue Diagnose zu ermöglichen.

Sind kleine, nur in der Mammografie sichtbare Veränderungen (z. B. Mikroverkalkungen) vorhanden, wird eine 3D-Tomosynthese-gesteuerte Vakuumbiopsie durchgeführt. Diese ermöglicht eine millimetergenaue Lokalisation des Befundes und eine präzise Gewebeentnahme. In bestimmten Fällen kann vor oder während des Eingriffs eine zusätzliche Mammografieaufnahme erforderlich sein, um die genaue Position des Befundes nochmals zu überprüfen und die Zielgenauigkeit der Biopsie sicherzustellen.

Sind die Veränderungen hingegen im Ultraschall sichtbar, erfolgt die Gewebeentnahme mittels ultraschallgesteuerter Stanzbiopsie oder Vakuumbiopsie.

Bildgesteuerte Interventionen unter Ultraschall:

  • Ultraschallgesteuerte Stanzbiopsie der Brust
  • Ultraschallgesteuerte Vakuumbiopsie
  • Ultraschallgesteuerte vakuumassistierte Entfernung von gutartigen Befunden
  • Ultraschallgesteuerte Drahtmarkierung vor einer Operation

 Bildgesteuerte Interventionen mittels Mammografie:

  • Stereotaktische Vakuumbiopsie (VAB)
  • Stereotaktische Drahtmarkierung

Alle Eingriffe erfolgen ambulant und schonend. Die Patientinnen befinden sich dabei in einer angenehmen Seiten- oder Rückenlage. Vor dem Eingriff wird die Brusthaut lokal betäubt, sodass die Gewebeentnahme in der Regel schmerzarm durchgeführt werden kann.

Drahtmarkierungen

Eine Drahtmarkierung wird durchgeführt, wenn eine auffällige Veränderung in der Brust nicht tastbar ist, aber in der Mammografie oder im Ultraschall sichtbar gemacht werden kann (z. B. Mikroverkalkungen). Dabei wird ein sehr dünner Draht unter genauer Bildkontrolle (Mammografie oder Ultraschall) millimetergenau in der Brust platziert. Der Draht dient der Chirurgin oder dem Chirurgen als Orientierungshilfe, damit der auffällige Bereich bei der Operation gezielt entfernt werden kann.

Ablauf der Drahtmarkierung

Die Drahtmarkierung beginnt mit einer lokalen Betäubung der Brusthaut, sodass der Eingriff möglichst angenehm und schmerzarm durchgeführt werden kann. Anschliessend wird eine sehr feine Nadel unter Ultraschall- oder Mammografiekontrolle gezielt an die auffällige Stelle geführt. Über diese Nadel wird der dünne Markierungsdraht eingebracht und im Gewebe fixiert. Bei Bedarf erfolgt abschliessend eine Kontrolle der korrekten Lage mittels Röntgenaufnahme.

Die Platzierung des Drahtes dauert in der Regel etwa 15 bis 30 Minuten und erfolgt meistens am Tag der geplanten Operation.

Ärzteteam und Fachverantwortliche

Gerätschaften

GE Pristina
Frauenklinik

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