Röntgen

Das Röntgen ist eines der ältesten und zugleich wichtigsten bildgebenden Verfahren. Mithilfe von Röntgenstrahlen, die Gewebe je nach Dichte unterschiedlich durchdringen, entsteht eine zweidimensionale Darstellung des untersuchten Bereichs, zum Beispiel von Knochen, Gelenken oder der Lunge. Am Zuger Kantonsspital setzen wir moderne digitale Röntgensysteme ein: Sie liefern schnell hochwertige Bilder bei geringer Strahlenbelastung, sind schmerzfrei und erlauben eine direkte Beurteilung für die weitere Planung.

Häufig gestellte Fragen 

Einsatzbereich

Röntgenuntersuchungen machen Knochen, Gelenke und bestimmte Organe sichtbar. Sie helfen bei der Diagnose von Knochenbrüchen, Verschleisserscheinungen oder Fehlstellungen und lassen auch Erkrankungen der Lunge, des Brustkorbs oder des Bauchraums erkennen. Darüber hinaus dienen Röntgenaufnahmen der Kontrolle von Heilungsprozessen nach Operationen oder Therapien.

Strahlenbelastung

Röntgenstrahlen gehören zur ionisierenden Strahlung, der wir auch im Alltag durch natürliche Quellen wie Umwelt, Boden, Gestein und Nahrung ausgesetzt sind. Unser Körper verfügt deshalb über eigene Schutz- und Reparaturmechanismen, um mögliche Zellschäden zu beheben.

Vor jeder Untersuchung wägen wir sorgfältig ab, ob der medizinische Nutzen die mögliche Strahlenbelastung überwiegt. Moderne Geräte passen die Strahlendosis automatisch an die jeweilige Untersuchung an und setzen nur so viel Strahlung ein, wie für eine sichere und präzise Diagnose nötig ist.

Unser Ziel ist eine optimale Bildqualität bei möglichst geringer Strahlenbelastung. Zur Einordnung hilft ein Vergleich: Eine Thorax-Röntgenaufnahme verursacht eine Strahlendosis von etwa 0,02 mSv¹. Ein Linienflug von Zürich nach New York führt durch die erhöhte kosmische Strahlung in grosser Flughöhe zu einer zusätzlichen Belastung von etwa 0,03 bis 0,05 mSv².

Quellen:
¹ US Environmental Protection Agency – Frequent Questions: Radiation in Medicine: https://www.epa.gov/radiation/frequent-questions-radiation-medicine
² US Environmental Protection Agency – Cosmic Radiation: https://www.epa.gov/radtown/cosmic-radiation

Bleischürzen

Die Radiologie hat sich in den letzten Jahren technisch stark weiterentwickelt. Moderne Geräte ermöglichen heute eine deutlich geringere Strahlenbelastung und bieten damit einen wirksameren Schutz, als es Bleischürzen für Patientinnen und Patienten je könnten.

Aufgrund dieser Entwicklung und neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse empfehlen Fachgesellschaften, in der Radiologie auf Bleischürzen bei Patientinnen und Patienten zu verzichten.

Für unser medizinisches Personal gelten weiterhin andere Voraussetzungen: Da es regelmässig in der Nähe von Strahlenquellen arbeitet, bleiben Schutzmittel wie Bleischürzen eine wichtige Massnahme, um die berufliche Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten.

Schwangerschaft

Sind Sie schwanger oder besteht der Verdacht auf eine Schwangerschaft? Bitte informieren Sie uns unverzüglich. In diesem Fall nehmen wir eine erneute Nutzen-Risiko-Abwägung vor. Die Untersuchung führen wir nur durch, wenn sie unter Berücksichtigung aller Schutzmassnahmen für das ungeborene Kind medizinisch vertretbar ist.

Arzt und Fachverantwortliche

Gerätschaften

Leuag Triathlon DR