Intensivmedizin

Die Intensivmedizin am Zuger Kantonsspital versorgt schwer verletzte und akut erkrankte Menschen in lebensbedrohlichen Situationen, zum Beispiel beim Versagen lebenswichtiger Organe oder nach grossen Operationen. Auf unserer Intensivstation betreut ein eingespieltes Team aus Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegefachpersonen kritisch kranke Patientinnen und Patienten rund um die Uhr, mit modernster Medizintechnik und viel Menschlichkeit.

Was ist Intensivmedizin?

Die Intensivmedizin ist ein unverzichtbarer Teil der Akutmedizin. Sie behandelt Menschen, deren Leben durch eine schwere Erkrankung, einen Unfall oder einen grossen Eingriff akut bedroht ist. Auf der Intensivstation werden die lebenswichtigen Organfunktionen kontinuierlich überwacht und – wenn nötig – vorübergehend unterstützt oder ersetzt.

Obwohl die Intensivmedizin apparativ sehr aufwendig ist, ist sie weit mehr als reine «Apparatemedizin». Im Mittelpunkt stehen immer die kritisch kranken Patientinnen und Patienten mit ihren Bedürfnissen.

Das Ziel der intensivmedizinischen Behandlung

Ziel jeder intensivmedizinischen Behandlung ist es, den lebensbedrohlichen Zustand zu stabilisieren. Sobald sich der Gesundheitszustand gefestigt hat, können sich die Patientinnen und Patienten auf der Bettenstation weiter erholen und genesen.

Was auf der Intensivstation geschieht

Rund um die Uhr überwacht unser Team die vitalen Organfunktionen schwer erkrankter oder verunfallter Menschen. Ungenügend arbeitende Organe werden gezielt therapiert oder ihre Funktion wird vorübergehend übernommen. In akuten Krisen leisten wir lebensrettende Sofortmassnahmen und Reanimation.

Ebenso wichtig ist die Vorbeugung: Durch frühzeitiges Erkennen von Komplikationen lassen sich Spätschäden verhindern. Da eine intensivmedizinische Behandlung oft von Angst, Schmerz und Ungewissheit geprägt ist, begleiten wir Betroffene und ihre Angehörigen auch menschlich. Besonders in schwierigen Situationen bis hin zum Lebensende sind wir für Sia da.

Intensivmedizin ist anspruchsvolle Teamarbeit

Eine hohe Präsenz von speziell geschultem Intensivfachpersonal ermöglicht eine lückenlose Betreuung und ein Höchstmass an Sicherheit. So haben kritisch kranke Patientinnen und Patienten die besten Chancen, wieder gesund zu werden.

Der Erfolg einer Behandlung hängt wesentlich vom Zusammenspiel im Team ab. Ärztinnen und Ärzte arbeiten eng mit den Pflegefachpersonen und interprofessionell mit weiteren Berufsgruppen zusammen. Dazu gehören konsiliarische Fachärztinnen und Fachärzte sowie Fachpersonen aus Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Ernährungsberatung und Pharmazie.

Kernaufgaben der Intensivmedizin

  • Kontinuierliche Überwachung und Stabilisierung vitaler Organfunktionen bei kritisch erkrankten oder schwer verletzten Patientinnen und Patienten sowie nach komplexen operativen Eingriffen.
  • Therapie, Unterstützung oder vollständige Übernahme insuffizienter Organfunktionen, inklusive Beatmung, Kreislaufunterstützung, Nierenersatzverfahren und erweitertes hämodynamisches Monitoring.
  • Durchführung lebensrettender Sofortmassnahmen und strukturierter Reanimationsabläufe nach internationalen Standards.
  • Prävention von Komplikationen und Spätschäden durch frühzeitiges Erkennen klinischer Veränderungen, Infektionsprävention, Thromboseprophylaxe und strukturierte Delirprävention.
  • Ganzheitliche Begleitung in belastenden Situationen, geprägt von Angst, Schmerz, Abhängigkeit und Sterben – inklusive palliativer Mitbetreuung.
  • Frührehabilitation und Mobilisation, um Funktionsverluste zu verhindern und die Erholung zu fördern.
  • Einbezug und Unterstützung der Angehörigen, inklusive strukturierter Kommunikation, Aufklärung und Einbindung in Entscheidungsprozesse.
  • Delirmanagement nach aktuellen Leitlinien (z. B. CAM-ICU, nichtmedikamentöse Prävention)
  • Schmerz-, Sedierungs- und Weaning-Protokolle zur Standardisierung der Behandlung
  • Family-Centered Care, z. B. flexible Besuchszeiten, Angehörigenintegration
  • Ethikunterstützung bei komplexen Therapieentscheidungen
  • Outcome-orientierte Qualitätsindikatoren, z. B. Beatmungsdauer, Infektionsraten, Reanimationsqualität

Warum ans Zuger Kantonsspital?

Als vernetztes Akutspital verbindet das Zuger Kantonsspital moderne Intensivmedizin mit kurzen Wegen zu allen Fachdisziplinen. Die Intensivmedizin des Zuger Kantonsspitals ist durch die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) zertifiziert. Wir verfügen über 8 Betten auf der Intensivstation und betreuen pro Jahr rund 800 Patientinnen und Patienten.

Weiterführende Links

Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist Intensivmedizin?

Die Intensivmedizin behandelt Menschen in lebensbedrohlichen Zuständen – etwa nach einem Unfall, bei akutem Organversagen oder nach grossen Operationen. Auf der Intensivstation werden lebenswichtige Organfunktionen überwacht und bei Bedarf unterstützt oder vorübergehend ersetzt.

Wann kommt jemand auf die Intensivstation?

Eine Aufnahme erfolgt, wenn lebenswichtige Organfunktionen bedroht sind oder engmaschig überwacht werden müssen, zum Beispiel nach einer schweren Erkrankung, einem Unfall oder einem grossen Eingriff.

Wer betreut Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation?

Ein speziell geschultes Team aus Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegefachpersonen ist rund um die Uhr präsent. Ergänzt wird es interprofessionell durch Fachpersonen aus Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Ernährungsberatung und Pharmazie.

Dürfen Angehörige auf die Intensivstation?

Ja. Angehörige sind auf der Intensivstation willkommen. Zu Besuchszeiten und Ablauf informiert Sie unser Team gerne persönlich.