Nephrologie

Wenn die Nieren an Funktion verlieren, zählen eine sorgfältige Abklärung und eine verlässliche Begleitung über Jahre hinweg. Die Nephrologie am Zuger Kantonsspital betreut Menschen mit akuten und chronischen Nierenerkrankungen – von der ersten Diagnose bis zur Nierenersatztherapie. In unserem Dialysezentrum behandeln wir ambulante und stationäre Patientinnen und Patienten wohnortnah im Kanton Zug.

Was ist Nephrologie?

Die Nephrologie ist das medizinische Fachgebiet, das sich mit den Erkrankungen der Nieren befasst. Unser Fachteam klärt ab, wie stark die Nierenfunktion eingeschränkt ist, sucht nach den Ursachen und bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen. Ziel ist es, die verbliebene Nierenfunktion möglichst lange zu erhalten und Begleiterkrankungen früh zu erkennen.

Dialysezentrum mit 18 Behandlungsplätzen

Wenn die Nieren ihre Aufgabe nicht mehr selbst erfüllen, übernimmt eine Nierenersatztherapie diese Funktion. Dafür stehen in unserem Dialysezentrum 18 Behandlungsplätze für die Hämodialyse zur Verfügung. Pro Jahr führen wir 7’000-8’000 Hämodialysebehandlungen im Zuger Kantonsspital durch.

Das Verfahren ist auch als Heimhämodialyse mit einem externen Partner möglich. Als weitere Möglichkeit bieten wir die Peritonealdialyse, die sogenannte Bauchfelldialyse, an. Diese können Sie nach entsprechender Schulung ebenfalls zu Hause durchführen; die Kontrollen finden im Zuger Kantonsspital statt. Welches Verfahren zu Ihrer gesundheitlichen Situation und Ihrem Alltag passt, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen.

Eng vernetzt – von der Gefässchirurgie bis zur Transplantation

Gute Nierenmedizin lebt von Zusammenarbeit. Bei der Anlage und Pflege von Dialysezugängen arbeiten wir eng mit der Gefäss- und Viszeralchirurgie sowie mit den Gefässspezialistinnen und -spezialisten zusammen. Kommt eine Nierentransplantation infrage, begleiten wir die Abklärung gemeinsam mit den Transplantationszentren Zürich, Bern und Basel und bleiben auch nach der Transplantation Ihre Ansprechpersonen vor Ort.

Leistungen

  • Ambulante Abklärung und Behandlung von Nierenkrankheiten in Zusammenarbeit mit Hausärzten und anderen Fachdisziplinen
  • Sonografie der Nieren und Harnwege inklusive Kontrastmittelverstärkung
  • Phasenkontrastmikroskopie des Urinsediments
  • Durchführen von ultraschallgesteuerten Nierenbiopsien
  • Beratung und Vorbereitung auf die verschiedenen Nierenersatzverfahren: Zentrumshämodialyse, Heimhämodialyse mit externem Partner, Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse)
  • Hämodialysebehandlungen inklusive der Betreuung von Gastpatienten (Feriendialyse)

    - Terminvereinbarung mindestens 5 Wochen vorher
    - Unsere Mitarbeitenden sprechen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch

  • Abklärung und Vorbereitung für Nierentransplantationen in Zusammenarbeit mit dem Transplantationszentrum
  • Nachbetreuung von Patienten nach der Nierentransplantation
  • Abklärung von Nierensteinleiden und Beratung zur Prävention
  • Interdisziplinäre Hypertonie-Sprechstunde
  • 24-Stunden-Rufbereitschaft für nephrologische Notfälle inklusive Dialyse

Häufige Fragen (FAQs)

Was macht eine Nephrologin oder ein Nephrologe?

Nephrologinnen und Nephrologen sind Fachärztinnen und Fachärzte für Nierenerkrankungen. Sie beurteilen die Nierenfunktion, klären die Ursachen einer Einschränkung ab, behandeln Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck und begleiten Patientinnen und Patienten bei Bedarf durch die Nierenersatztherapie.

Wie viele Dialyseplätze hat das Zuger Kantonsspital?

Unser Dialysezentrum verfügt über 18 Behandlungsplätze für ambulante und stationäre Patientinnen und Patienten.

Welche Dialyseverfahren bietet das Zuger Kantonsspital an?

Wir behandeln mit Hämodialyse im Dialysezentrum und mit chronischer Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse). Welches Verfahren geeignet ist, hängt von der medizinischen Situation, den Begleiterkrankungen und Ihrer persönlichen Lebenssituation ab.

Woran erkennt man eine Nierenerkrankung?

Nierenerkrankungen verlaufen anfangs oft ohne deutliche Beschwerden. Hinweise können veränderte Nierenwerte im Blut, Eiweiss im Urin, Wassereinlagerungen, Bluthochdruck oder anhaltende Müdigkeit sein. Auffällige Werte klärt die Hausärztin oder der Hausarzt ab und überweist bei Bedarf an die Nephrologie.

Kann ich die Dialyse auch zu Hause durchführen?

Sowohl die Peritonealdialyse als auch die Hämodialyse lassen sich nach einer sorgfältigen Schulung zu Hause durchführen. Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, ob dieses Verfahren medizinisch geeignet ist, und begleiten Sie in der Einführungsphase eng. Die Kontrollen finden jeweils im Zuger Kantonsspital statt.