Was ist Neuropsychologie?
Die Neuropsychologie untersucht, wie sich Erkrankungen und Verletzungen des Gehirns auf mentale Leistungen auswirken, etwa auf Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Sprache, Orientierung, räumliche Wahrnehmung sowie auf die Fähigkeit, Handlungen zu planen und umzusetzen. Ebenso im Blick behalten wir Stimmung, Persönlichkeit und das eigene Erleben der Veränderung. Denn wie jemand die eigene Situation einschätzt, beeinflusst die Alltagsbewältigung oft ebenso stark wie die messbare Leistung selbst.
Wann eine neuropsychologische Abklärung sinnvoll ist
Kognitive Veränderungen treten bei sehr unterschiedlichen Krankheitsbildern auf: nach einem Schlaganfall, nach Hirnverletzungen durch Unfälle oder operative Eingriffe, bei demenziellen Prozessen, Multipler Sklerose, Parkinson, Epilepsie oder entzündlichen Erkrankungen des Gehirns. Auch bei psychiatrischen Erkrankungen oder beim Verdacht auf eine Entwicklungsstörung im Erwachsenenalter, etwa ADHS, schafft eine Abklärung Klarheit.
Die Untersuchung liefert die Grundlage für die weitere Behandlung.
Ihre Abklärung – so läuft sie ab
Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch zu Ihrer Vorgeschichte und zu den Veränderungen, die Sie im Alltag bemerken. Anschliessend prüfen wir einzelne Leistungsbereiche mit standardisierten Testverfahren.
Auf Wunsch beziehen wir Angehörige ein, ihre Beobachtungen ergänzen das Bild oft entscheidend. Zum Abschluss besprechen wir die Ergebnisse mit Ihnen und leiten daraus konkrete Empfehlungen ab. Eine Untersuchung dauert in der Regel zwischen zwei und drei Stunden, je nach Fragestellung.
Warum am Zuger Kantonsspital?
Die Neuropsychologie ist Teil der Klinik für Neurologie und arbeitet eng mit Neurologinnen und Neurologen, der Memory Clinic in unserem Haus sowie weiteren Fachdisziplinen und therapeutischen Fachpersonen zusammen. Kurze Wege bedeuten für Sie: Befunde werden gemeinsam eingeordnet, und die nächsten Schritte sind rasch abgestimmt.