Operative Gynäkologie

In der operativen Gynäkologie am Zuger Kantonsspital stehen Ihnen verschiedene bewährte Operationsverfahren zur Verfügung. Welches davon zum Einsatz kommt, entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, abgestimmt auf Ihre Diagnose und Ihre persönliche Ausgangslage.

Drei Operationsverfahren – individuell gewählt

Grundsätzlich kommen drei Zugangswege infrage. Bei der offenen Chirurgie erfolgt der Eingriff über einen Bauchschnitt. Dies ist nötig, wenn ein Befund aufgrund seiner Grösse oder bei Verdacht auf Bösartigkeit  einen direkten Zugang erfordert. Die vaginale Chirurgie nutzt den natürlichen Weg über die Scheide und kommt ohne äusseren Schnitt aus. Diesen nutzen wir auch bei allen Eingriffen, die eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) beinhaltet.

Bei der minimalinvasiven Chirurgie vom Bauch her – der Schlüsselloch-Technik (Bauchspiegelung oder Laparoskopie) – führen wir den Eingriff über wenige kleine Zugänge in der Bauchdecke durch, was das Gewebe besonders schont und die Erholung nach dem Eingriff beschleunigt gegenüber einer offenen Operation. Bei diesem Verfahren nutzen wir die dreidimensionale Bildgebung (3D) mit Vergrösserungeffekt und maximaler Bildauflösung (4K) in unserem volldigitalen Operationssaal. So lassen sich auch anspruchsvolle Eingriffe kontrolliert und gewebeschonend durchführen.

Roboterassistierte Eingriffe

Ergänzend führen wir auch roboterassistierte Operationen durch. Dabei überträgt das System die Handbewegungen der Operateurin oder des Operateurs präzise, auch hier unterstützt durch räumliches 3D-Sehen. Die Steuerung liegt dabei jederzeit bei der Operateurin bzw. beim Operateur.

Gemeinsam das passende Verfahren wählen

Nicht jede Situation verlangt denselben Eingriff. Deshalb wägen wir Nutzen und Risiken jedes Verfahrens sorgfältig ab und besprechen die Möglichkeiten mit Ihnen. Ziel ist immer ein Vorgehen, das medizinisch sinnvoll und auf Sie abgestimmt ist.

Leistungen

  • Minimalinvasive Operationstechniken (Knopflochtechnik, Laparoskopie, Hysteroskopie)
  • Myom-Operationen (minimalinvasiv und offen)
  • Operative Sterilitätsbehandlung
  • Laparoskopische Tumorchirurgie
  • Laparoskopische Gebärmutterentfernung
  • Laparoskopische Eingriffe an den Eierstöcken und Eileitern
  • Laparoskopische Endometriose Entfernung
  • Laparoskopische Senkungseingriffe
Frauenklinik

Endometriose/Myome und Kinderwunsch

Rund um das Thema Kinderwunsch stehen wir Ihnen mit fachlicher Beratung und persönlicher Begleitung zur Seite.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Welche Operationsverfahren gibt es in der operativen Gynäkologie?

Am Zuger Kantonsspital kommen drei Zugangswege zum Einsatz: die offene Chirurgie über einen Bauchschnitt, die vaginale Chirurgie über die natürliche Körperöffnung sowie die minimalinvasive Chirurgie (Schlüsselloch-Technik). Einige Eingriffe führen wir roboterassistiert durch. 

Was ist der Vorteil einer minimalinvasiven Operation?

Bei der minimalinvasiven Chirurgie erfolgt der Eingriff über wenige kleine Zugänge statt über einen grossen Bauchschnitt. Das schont das Gewebe, und viele Patientinnen haben danach weniger Schmerzen und einen kürzeren Spitalaufenthalt.

Was bedeutet roboterassistierte Chirurgie?

Bei der roboterassistierten Chirurgie steuert die Operateurin oder der Operateur die Instrumente über eine Konsole. Das ermöglicht präzise und feine Bewegungen, auch in Richtungen, die mit der menschlichen Hand direkt nicht möglich wären. 

Wer entscheidet, welches Verfahren angewendet wird?

Das entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen. Massgebend sind Ihre Diagnose und Ihre persönliche Ausgangslage. Wir erklären Ihnen die Möglichkeiten und wählen mit Ihnen zusammen das Verfahren, das medizinisch sinnvoll ist und zu Ihnen passt.