Was ist Urogynäkologie?
Die Urogynäkologie ist ein Spezialgebiet an der Schnittstelle von Gynäkologie und Urologie. Sie befasst sich mit Funktionsstörungen des Beckenbodens bei der Frau. Dazu gehören Harninkontinenz, wiederkehrende Blaseninfektionen sowie Senkungen von Blase und Gebärmutter. Ziel ist es, die Ursachen gezielt abzuklären, die richtige Behandlung durchzuführen und hierdurch Ihre Lebensqualität spürbar zu verbessern.
Diagnose und Abklärung
Jede Behandlung beginnt mit einer sorgfältigen Abklärung. In einem persönlichen Gespräch und mit gezielten Untersuchungen ermitteln wir die genaue Ursache Ihrer Beschwerden.
In den meisten Fällen genügen dafür einfache Schritte: ein ausführliches Gespräch, eine gynäkologische Untersuchung sowie eine Ultraschall- und Urinuntersuchung. Reicht diese Basisabklärung nicht aus, führen wir eine erweiterte, apparative Blasenabklärung durch. Diese heisst Urodanamik und beinhaltet Druckmessungen in der Blase und Harnröhre, Kapazitätsmessungen der Blase, eine Blasenspiegelung und die Messung der Blasenentleerung.
Ihr Behandlungsablauf
Ihren Therapieplan erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen, abgestimmt auf Ihre Beschwerden, die Ergebnisse der oben erwähnten Untersuchungen und Ihren Alltag. Häufig beginnen wir mit konservativen Massnahmen wie einer Beckenbodenphysiotherapie, einer Pessarbehandlung oder einer lokalen Östrogentherapie.
Bei einer Dranginkontinenz kommen ergänzend Medikamente oder – wenn nötig – Blaseninstillationen und Botox-Injektionen in die Blase zum Einsatz. Führen konservative Methoden nicht zum gewünschten Ergebnis, ist ein minimalinvasiver Eingriff möglich.
Warum ans Zuger Kantonsspital?
Blasen- und Beckenbodenprobleme haben oft mehrere Ursachen. Deshalb arbeiten bei uns Fachpersonen aus Gynäkologie, Urologie, Proktologie, Neurologie, Psychologie und Physiotherapie eng zusammen. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglicht eine umfassende Diagnostik und eine Therapie, die genau auf Sie abgestimmt ist.