Osteoporose

Osteoporose entwickelt sich oft unbemerkt – bis ein Knochen bei einem eigentlich harmlosen Sturz bricht. Am Zuger Kantonsspital erkennen wir Knochenschwund frühzeitig und behandeln ihn individuell. Unser Ziel ist es, Ihre Knochen zu stärken und Brüche zu vermeiden. Wir begleiten Sie von der Knochendichtemessung bis zur persönlichen Therapie.

Was ist Osteoporose?

Osteoporose – umgangssprachlich Knochenschwund – ist ein fortschreitender Verlust an Knochensubstanz. Die Knochen werden poröser und brechen leichter, oft schon bei kleinen Stürzen oder sogar ohne Sturz. Betroffen sind vor allem Frauen nach den Wechseljahren, doch auch Männer erkranken. Das Risiko, ab dem 50. Lebensjahr einen osteoporosebedingten Knochenbruch zu erleiden, liegt bei Frauen bei rund 40 Prozent, bei Männern bei etwa 10 Prozent.

Knochendichtemessung: Osteoporose früh erkennen

Je früher eine Osteoporose erkannt wird, desto besser lässt sie sich behandeln. Trotzdem erhält nur ein Teil der Betroffenen eine gezielte Therapie. Deshalb setzen wir auf eine präzise Abklärung: Mit der Knochendichtemessung nach der DXA-Methode bestimmen wir Ihr persönliches Frakturrisiko und erstellen ein individuelles Risikoprofil. Pro Jahr führen wir rund 1500 Knochendichtemessungen durch.

Ergänzend können wir die Körperzusammensetzung messen. Körperfett und Muskelmasse lassen sich damit exakt bestimmen, was auch in der Sportmedizin und in der Hormonsprechstunde wertvoll ist.

Ihre Behandlung am Zuger Kantonsspital

Bestätigt sich eine Osteoporose, stimmen wir die Behandlung individuell auf Sie ab – von der Beratung zu Themen wie Bewegung, Ernährung, Kalzium und Vitamin D bis zu medikamentösen Therapien. Unser Osteoporose- und Rheumatologie-Team arbeitet eng mit der Endokrinologie und der Sportmedizin zusammen, sodass verschiedene Fachrichtungen ineinandergreifen. So behalten wir Ihre Knochengesundheit langfristig im Blick.

Leistungen

  • Abklärung und Behandlung der Osteoporose mit Risikoprofilerstellung und Knochendichtemessung mittels der DXA-Methode
  • Spezialärztliches Konsilium - Beratung
    • Erfassen des Risikoprofils
    • Erfassen der Ernährungsgewohnheiten (Calcium-Intake)
    • Somatische Untersuchung (bei Bedarf) 
    • Beurteilung Sturzrisiko (bei Bedarf) 
  • Spezialärztliches Konsilium - Behandlung
    • Instruktion Prävention (Essgewohnheiten, körperliche Aktivität wie Osteoporosegymnastik, Gangschulung)
    • Medikamentöse Behandlungskonzepte
  • Messungen der Körperzusammensetzung (Body Composition)

Partnerschaften

Rheumaliga Schweiz

Weitere Informationen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ab welchem Alter ist eine Knochendichtemessung sinnvoll?

Eine Messung ist besonders für Frauen nach den Wechseljahren und für Männer ab etwa 65 Jahren sinnvoll. Wenn Risikofaktoren wie eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, eine Hormonbehandlung wegen Brustkrebs, frühere Knochenbrüche, eine längere Kortisontherapie (Behandlung über 3 Monate oder länger) oder Osteoporose in der Familie vorliegen, lohnt sich eine Messung bereits früher. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt berät Sie, ob eine Abklärung für Sie ratsam ist.

Wie läuft eine Knochendichtemessung mit der DXA-Methode ab?

Die DXA-Messung ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und arbeitet mit einer sehr geringen Strahlendosis. Gemessen werden meist Wirbelsäule und Hüfte. Aus dem Ergebnis leiten wir Ihr persönliches Frakturrisiko ab.

Ist Osteoporose heilbar?

Osteoporose lässt sich nicht vollständig rückgängig machen, aber wirksam behandeln. Ziel der Therapie ist es, den Knochenabbau zu bremsen, die Knochendichte zu stabilisieren und Knochenbrüche zu vermeiden.

Was kann ich selbst gegen Osteoporose tun?

Regelmässige Bewegung, eine kalziumreiche Ernährung, genügend Vitamin D sowie der Verzicht auf Rauchen und übermässigen Alkohol unterstützen Ihre Knochengesundheit. Wir beraten Sie gerne, welche Massnahmen in Ihrer Situation sinnvoll sind.