Diabetesberatung

Den Blutzucker im Gleichgewicht zu halten, ist für Menschen mit Diabetes eine tägliche Herausforderung. Auch die Sorge vor Folgeerkrankungen kann belastend sein. In der Diabetesfachberatung am Zuger Kantonsspital erhalten Sie fachkundige, umfassende Unterstützung im Umgang mit Diabetes.

Ziele der Diabetesfachberatung

Ein frühzeitiges und konsequentes Diabetesmanagement trägt dazu bei, Folgeerkrankungen vorzubeugen. Deshalb ist die Wissensvermittlung im Umgang mit Diabetes für Betroffene so wichtig. Erfahrene Diabetesfachexpertinnen und -fachexperten vermitteln Ihnen das Wissen und die praktischen Fertigkeiten für einen sicheren Umgang mit der Erkrankung. 

Ziel unserer Beratung ist, Patientinnen und Patienten bis ins hohe Alter eine gute Lebensqualität und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Diabetesfachberatung: so gehen wir vor

Unsere erfahrenen Diabetesfachexpertinnen und -fachexperten betreuen Menschen mit Diabetes ganzheitlich, individuell zugeschnitten auf ihre Bedürfnisse und Lebensumstände und stets auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Wir bieten Fachberatungen und Schulungen in Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Serbisch, Kroatisch und Bosnisch an. Für weitere Sprachen ziehen wir bei Bedarf eine externe Dolmetscherin oder einen externen Dolmetscher bei.

Diabetesfachschulung für Patientinnen und Patienten

Mit Diabetes mellitus gilt es, verschiedene Massnahmen im Alltag selbstständig und regelmässig durchzuführen. Eine fundierte Diabetesschulung hilft Ihnen, Ihre Erkrankung besser zu verstehen und sicher damit umzugehen. So lassen sich die Behandlung verbessern, Komplikationen vermeiden und die Lebensqualität steigern.

In unserer Diabetesfachschulung und -beratung lernen Sie unter anderem:

  • Umgang mit Diabetes mellitus im Alltag
  • Blutzucker messen und Werte richtig interpretieren
  • Insulin sicher verabreichen
  • Umgang und Schulung von Glukosesensoren und Insulinpumpensystemen
  • Korrekte Medikamenteneinnahme
  • Umgang mit Notfallsituationen
  • Massnahmen bei Unter- oder Überzuckerung
  • Einfluss von verschiedenen Lebensmitteln auf den Blutzucker
  • Bewegung und Wahl der passenden sportlichen Aktivität
  • Früherkennung von Folgeerkrankungen
  • Fusspflege und Empfehlung zur Podologie
  • Vermittlung von Fachstellen

 

Diabetesfachschulung für Angehörige

Auch Angehörige sind in den Beratungen willkommen. Gut informierte Angehörige bieten nicht nur emotionale Unterstützung, sondern tragen wesentlich zur erfolgreichen Diabetesbehandlung bei. In den Schulungen lernen sie die Erkrankung besser zu verstehen und können Betroffene im Alltag gezielt unterstützen.

Ganzheitliche Beratung dank interdisziplinärer Zusammenarbeit

Die Diabetesfachberatung ist ein Teilbereich der Endokrinologie / Diabetologie. Unser Team führt jährlich über 2000 ambulante und stationäre Beratungen durch. Dabei arbeiten wir eng mit der Ernährungsberatung, den niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzten sowie unseren Fachpersonen aus Gynäkologie, Nephrologie, Kardiologie, Neurologie und Angiologie zusammen.

Ambulante und stationäre Diabetesberatung

Ambulante Patientinnen und Patienten betreuen wir auf Anmeldung der Spital- oder Hausärztin bzw. des Spital- oder Hausarztes. Frauen mit einem Schwangerschaftsdiabetes beraten wir in einer Spezialsprechstunde auf Anmeldung der behandelnden Frauenärztin oder des Frauenarztes.

Hospitalisierte Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus betreuen unsere Diabetesfachexperten direkt in der Klinik, unter ärztlicher Leitung der Endokrinologie / Diabetologie. Noch nicht abgeschlossene Beratungen führt dasselbe Team nach dem Spitalaustritt ambulant weiter.

Leistungen

  • Wissensvermittlung zum Krankheitsbild Diabetes mellitus (Typ1, Typ2, Schwangerschaftsdiabetes, Sonderformen wie MODY Diabetes, bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, bei Folgediabetes durch Medikamente, z.B. Cortison)
  • Beratung in speziellen Situationen wie z.B. Autofahren, Reisen, Krankheit, Diabetes und Schwangerschaft, vor und nach Spitalaufenthalt/Operationen, besondere berufliche Situation
  • Instruktion von Blutzuckerselbstkontrolle
  • Besprechung von Diabetestherapien (mit Tabletten und/oder Insulin)
  • Umgang mit Insulinpens, Insulininjektion, Zubehör und Insulin
  • Wissensvermittlung im Umgang mit Hypoglykämie, Hyperglykämie, Ketoazidose
  • Instruktionen für kontinuierliches Glukose Monitoring (CGM)
  • Insulinpumpentherapie: Schulungen zu allen in der Schweiz zugelassenen und verfügbaren Insulinpumpenmodellen und laufende Weiterbetreuung
  • Präventionsmassnahmen zu Komplikationen und möglichen Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus
  • Besprechung von Fusspflege bei Diabetes mellitus, Empfehlungen für Podologie
  • Vermittlung von Kontakten zu Fachorganisationen und Dienststellen
  • Prävention und Öffentlichkeitsarbeit in Zusammenarbeit mit der Diabetesgesellschaft Zug
  • Verkauf von Diabetesmaterial vor Ort

Leitung

Weitere Informationen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Für wen ist eine Diabetesfachberatung sinnvoll?

Eine Diabetesfachberatung ist sinnvoll für Menschen mit Diabetes Typ 1, Typ 2, weitere Formen des Diabetes sowie für deren Angehörige. Durch die Beratung lässt sich der Behandlungserfolg bei Diabetes massgeblich steigern.

Wie hilft eine Diabetesfachberatung im Alltag?

In der Diabetesfachberatung lernen Sie, wie Sie den Blutzucker messen, Insulin korrekt anwenden und Mahlzeiten planen. Dazu erhalten Sie Tipps zum allgemeinen Umgang mit Diabetes, zu Bewegung und zum Verhalten in Notfallsituationen. So verbessern sich Alltagssicherheit, Therapietreue und Lebensqualität.

Wie oft sollte man an einer Diabetesfachberatung teilnehmen?

Die Häufigkeit hängt von der individuellen Situation ab und sollte ärztlich abgeklärt werden. Nach der Diagnose wird meist eine intensive Schulung empfohlen, danach regelmässige Auffrischungen. Sinnvoll ist eine Beratung bei Diabetes ausserdem bei Therapieänderungen, Komplikationen oder Unsicherheiten im Umgang mit der Erkrankung.

Brauche ich eine Überweisung für die Diabetesfachberatung?

Die Diabetesfachberatung erfolgt in der Regel auf Anmeldung Ihrer Haus- oder Spitalärztin bzw. Ihres Haus- oder Spitalarztes. Bei Schwangerschaftsdiabetes meldet Sie die behandelnde Frauenärztin oder der behandelnde Frauenarzt für die Spezialsprechstunde an.