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Zuger Kantonsspital rezykliert Narkosegase und senkt Treibhausgasemissionen

Anästhesiegase besitzen ein hohes Treibhausgaspotenzial. Seit März 2026 setzt das Zuger Kantonsspital zwei mobile Systeme zur Rückgewinnung von Anästhesiegasen ein – als erstes Spital in der Schweiz.

Das System der Firma SageTech Medical wird zwischen Anästhesiegerät und Absaugsystem installiert. Die ausgeatmeten Narkosegase werden über Aktivkohle-Kartuschen aufgefangen und gebunden, anstatt in die Atmosphäre zu gelangen. Ist eine Kartusche gesättigt, wird sie ausgetauscht und der Wiederaufbereitung zugeführt. Im Recyclingprozess werden die Anästhetika aus dem Filtermaterial gelöst, gereinigt und wieder in eine nutzbare Form überführt. Aus einem Emissionsprodukt wird so eine Ressource.

«Die Integration in unseren Alltag mit acht Operationssälen verlief unkompliziert,» sagt Drazen Tomic, Stv. Leiter Pflege Anästhesie. «Die Geräte sind mobil einsetzbar, der Schulungsaufwand ist gering und die Akzeptanz im Team hoch.»

Peter Boelhouwers, Leiter Pflege Anästhesie, ergänzt: «Wir stehen noch am Anfang und sammeln derzeit Daten zur tatsächlichen Rückgewinnung von Anästhesiegasen wie Sevorane oder Desflurane. Dies wird dann in einem CO2-Einsparungsbericht ausgedrückt. Die bisherigen Erfahrungen sind jedoch durchweg positiv, sowohl technisch als auch organisatorisch.»